Montag, 8. Juni 2015

le tremplin pour l´autonomie

(Sprungbrett zur Eigenständigkeit)

Hallo Leute :)

und wieder mal kommt mein Post einen Monat zu spät. Aber dieses Mal ist es auch verständlich. Ich war voll im Abistress, den ich jetzt glücklicherweise hinter mir habe :)

Der April fing mit den Osterferien an, also freie Tage. Für mich bedeutete das schon fast das Ende meiner normalen Schultage. Die Zensuren waren fertig, wir hatten nach den Ferien nur noch eine Woche Schule.
Wie immer waren meine letzten Ferien (das klingt irgendwie makaber :D) voller Action. Wir hatten Konfirüstzeit und das war eine sehr schöne, aber auch anstrengende Zeit. Ich beneide niemanden, der hinterher volle Leistung in der Schule geben musste. Wie gesagt, ich hatte danach ja so gut wie nix zu tun :D Die Eindrücke sind schon ziemlich verblasst.
Unser Sponsorenlauf von der Schule stand an, unser letzter Schultag zog vorbei und ich war zur Geburtstagsfeier meiner Tante.
Dann kam auch schon der Mai... und mit ihm nicht nur schönes Wetter, sondern auch die Abiprüfungen. Resumée meiner Eindrücke: mein Schnitt wird sich sehen lassen können :D :D :D aber mehr dazu im nächsten Post. Alles in Allem waren es zwar keine turbulenten Wochen, aber trotzdem antrengend.

Nun bin ich fertig mit dem Abi. Ich stehe vor der quälenden Frage, was von meinem alten Leben noch bleiben wird. Durch meinen geplanten Umzug sind nun viele Wege versperrt worden,Verbindungen fangen an, sich zu lösen, mir scheint, als ob nichts mehr ist, wie es einmal war. Das hat mich in den letzten Tagen teilweise echt fertig gemacht und ich habe viel über diese Frage nachgedacht. Beständigkeit. Was bleibt überhaupt noch? Wenn ich von hier weggehe, was lasse ich auch von mir hier zurück?
(Hilfe, kneift mich mal jemand, ich werde doch nicht etwa Sentimental?! Kitsch, bähhhh, igitt!)
Auch wenn ich noch zu keinem endgültigen Schluss gekommen bin, weiß ich, dass ich niemals allein bin. Menschen machen Fehler, Menschen können enttäuschen, doch Gott niemals. Im Leben geht es nicht nur geradeaus, sondern es ist eine Achterbahnfahrt, mit Höhen und Tiefen, die Frage ist, ob man die Tiefen genauso verkraftet, wie man Höhenflüge genießt. In dieser Zeit merke ich ganz stark, wie Gottes Hand trägt, tröstet, leitet, und auch ab und an ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Er hat versprochen, dass wir jeden Tag genau so viel Kraft haben werden, wie wir benötigen. Das habe ich deutlich erfahren. Unser liebender Vater im Himmel weiß genau, was für mich das Beste ist, und auch wenn ich im Moment noch nicht verstehe, warum manches so lief, wie es ist, bin ich gewiss, dass alles seinen Sinn hat. Vertrauen... und einfach fallen lassen.
Vielleicht ist es nun an der Zeit, einfach loszulassen... und zu fliegen? Nun gibt es nichts mehr, was mich hier noch hält. Gott hat meinen Weg bereitet, alles, was tun muss, ist zuhören und danach handeln. Mein neues Leben wird zwar anders sein, aber anders ist nicht negativ. Wer sagt, dass anders schlecht ist? Es ist Zeit für Veränderung, darum hatte ich Gott gebeten, ja... (Anmerkung für mich - ich sollte vorsichtiger sein, worum ich Gott bitte :D :D :D ) Aber dass das so schnell geht, hatte ich nicht für möglich gehalten. Das Unglaubliche ist, dass ich eine tiefe Ruhe verspüre. Einen Frieden, der unmöglich von allein da sein kann. Segen, ja das ist, glaube ich, das richtige Wort. Ich bin gesegnet. Und das lässt mich auch lächeln, trotz dass es im Moment nicht so prickelnd läuft, ich weiß mich geliebt und angenommen.

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